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Schreibtechniken

English Version: Writing Techniques
Wissenschaftliches Schreiben ist eine komplexe und sehr anstrengende Tätigkeit. Häufig fällt es nicht leicht, einen Einstieg ins Schreiben zu finden oder die Gedanken vor dem Schreiben zu ordnen. Doch es gibt einige einfache Schreibtechniken, die Schreibende darin unterstützen, sich zu fokussieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen das Freewriting, das Clustering und das Mindmapping jeweils mit Bezug auf das wissenschaftliche Schreiben vor. 

Wenn Sie weitere Schreibtechniken kennenlernen und sich intensiver mit ihrem eigenen Schreiben auseinandersetzen möchten, können Sie an speziellen Veranstaltungen zum wissenschaftlichen Schreiben teilnehmen, z. B. im Doctoral Researcher Development Program. Das Diversitätsorientierte Schreibzentrum bietet darüber hinaus auch Einzelberatungen bei Fragen zum wissenschaftlichen Schreiben an.

1 Freewriting

Das Freewriting nach Peter Elbow ist eine einfache Methode, um schnell ins Schreiben zu kommen. Hier geht es darum, im Rahmen eines Zeitlimits zu einem Thema einfach drauflos zu schreiben und erst aufzuhören, wenn die Zeit vorbei ist. Wichtig ist dabei, Dass Sie Ihren „inneren Zensor“ einmal ganz auszuschalten und alles aufzuschreiben, was Ihnen in den Kopf kommt. Dabei stehen Inhalte und Gedanken im Vordergrund. Formulierungen oder die Frage, ob Zusammenhänge stimmen oder der Text für einen Leser Sinn ergibt, werden vollständig zurückgestellt. Auf diese Weise werden vor allem kreative und ganzheitliche Aspekte beim Schreiben unterstützt. So können sich neue Ideen entwickeln und komplexe Inhalte formuliert werden (s. Wolfsberger 2007: 141).

Um diese Schreibtechnik auszuprobieren, folgen Sie einfach den folgenden 10 Regeln (aus: Wolfsberger 2007, 142, nach Goldberg 2003):
  1. Wähle einen Begriff oder ein Thema als Ausgangspunkt.
  2. Stell eine Eieruhr auf 10, 15 oder 20 Minuten.
  3. Beginn einfach zu schreiben, was immer dir durch den Kopf geht.
  4. Die schreibende Hand bleibt immer in Bewegung.
  5. Lies nicht, was du geschrieben hast. Schreib einfach weiter.
  6. Nichts löschen oder wegstreichen!
  7. Sorge dich nicht um Rechtschreibung, Satzzeichen & Grammatik.
  8. Verliere die Kontrolle, folge einfach deinen Gedanken. Exkurse und Blödsinn sind ok.
  9. Wenn Du nicht weiter weißt, schreib so lange „mir fällt nichts ein“, bis wieder ein neuer Gedanke kommt....
  10. Wenn die Zeit um ist, schreib den angefangenen Gedanken fertig und dann stopp! Freu dich auf´s nächste Mal.

2 Clustering

Das Clustering ist eine strukturierte Form des Brainstormings und geht zurück auf Gabriele L. Rico. Hier ist es notwendig, mit Stift und Papier bzw. ggf. am Bildschirm zu arbeiten. Beim Clustern werden viele verschiedene Hirnbereiche aktiviert, da sprachliches und bildhaftes Arbeiten kombiniert werden. Sie schreiben einen zentralen Begriff oder ein Thema (z. B. das zentrale Thema eines Kapitels oder Abschnitts) in die Mitte eines Blattes, kreisen ihn ein und beginnen dann, ausgehend von diesem zentralen Begriff, frei andere Begriffe und Ideen zu assoziieren und diese auf das Blatt zu schreiben. Auch diese Begriffe werden eingekreist und durch Linien mit dem Kernbegriff verbunden. Von jedem neuen Begriff können dann weitere Begriffe assoziiert werden, so dass ggf. längere Assoziationsketten entstehen können.
Wichtig ist, dass das Clustern schnell verläuft und Sie nicht zu viel über Ihre Begriffe nachdenken, sondern frei assoziieren. Wenn Ihnen in einer Assoziationskette nichts mehr einfällt, kehren Sie zum zentralen Begriff zurück und beginnen Sie eine neue Kette. Wenn Sie mit dieser Technik gut vertraut sind, können Sie auch mehrere Cluster mit verschiedenen zentralen Begriffen miteinander vergleichen und in Beziehung setzen.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Cluster fertig ist, schauen Sie es sich genauer an, markieren Sie besonders lange Ketten, Wörter (nicht die zentralen), von denen mehrere Ketten ausgehen usw. Auf diese Weise erhalten Sie einen Überblick, welche Aspekte für Sie in Bezug auf das zentrale Thema besonders wichtig sind und wie diese zusammenhängen. Darauf aufbauend können Sie dann z. B. eine Gliederung des entsprechenden Kapitels oder Abschnitts entwickeln oder Schlagwörter für die weitere Literatursuche herausfiltern.

Ein Cluster könnte beispielsweise so aussehen:
Quelle: Wikipedia - Cluster (Kreatives Schreiben): Von Benutzer:Bkmzde - Eigene Arbeit, CC BY-SA 3.0, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=4869398

3 Mindmapping

Anders als das Clustering, das in erster Linie Ideen durch Assoziation generieren soll, dient das Mindmapping (nach Buzan 1993) vorrangig dazu, Ideen zu einem Thema zu ordnen. Auch bei der Mindmap beginnen Sie mit einem oder mehreren zentralen Begriffen, von dem aus sie sternförmig mehrere Linien abgehen lassen, die Sie mit einem Stichwort benennen. Verlängern Sie diese Linien und fügen Sie weitere jeweils inhaltlich passende Stichwörter hinzu. Dabei sind die Stichwörter umso wichtiger, je näher sie am zentralen Begriff stehen. Statt Wörtern können Sie auch Symbole oder Bilder verwenden, die Verbindungslinien zwischen den Begriffen können Sie in unterschiedlichen Farben markieren usw. Auf diese Weise werden Ideen und Zusammenhänge klar dargestellt, der rote Faden lässt sich deutlich herausarbeiten und Sie können im Lauf der weiteren Arbeit immer wieder auf die Mind Map zurückgreifen und sich die darin erarbeitete Struktur vor Augen halten.

Beispiele für Mindmaps sind:
Quelle: Wikipedia - Mind-Map: Von Markus Bärlocher at de.wikipedia - Markus Bärlocher, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17517554
Quelle: Wikipedia - Mind-Map: By Das Kleinhirn (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/30/Mind-Map_Eignung.png

4 Quellen und weiterführende Literatur

Buzan, Tony; Buzan, Barry (1993). The Mind map Book. London, BBC Books.

Goldberg, Natalie (1986). Writing Down the Bones. Freeing the Writer within. Boston, Shambala.

Grieshammer, Ella; Liebetanz, Franziska; Peters, Nora; Zegenhagen, Jana (2013). Zukunftsmodell Schreibberatung. Eine Anleitung zur Begleitung von Schreibenden im Studium. Baltmannsweiler, Schneider Verlag Hohengehren: 30-42.

Rico, Gabriele L. (2000). Writing the Natural Way: Turn the Task of Writing into the Joy of Writing. 15th Anniversary Expanded Edition. New York, Penguin Putnam Inc.

Scheuermann, Ulrike (2016): Schreibdenken. Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug nutzen und vermitteln. 3., durchgesehene Auflage. Opladen und Toronto, Verlag Barbara Budrich.

Wolfsberger, Judith (2007). Frei geschrieben. Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Wien, Böhlau.

最后编辑的: 09. 11月 2017, 14:23, [v.becker]


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