Graduiertenakademie

階層リンク ナビゲーション

アイコン Wiki

WIKI GRADUIERTENAKADEMIE - WIKI GRADUATE ACADEMY

Informationen für Promovierende und Postdocs - Information for doctoral candidates & postdoctoral researchers

タブ

Kumulative Promotion

English Version: Cumulative Dissertation

1 Was bedeutet kumulative Promotion?

Kumulative Promotionen, auch publikationsbasierte Dissertation genannt, sind bereits an einigen Fakultäten der Universität Tübingen möglich (Stand Oktober 2017: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Medizinische Fakultät, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Zentrum für islamische Theologie). Teilweise muss dazu aber ein Antrag an den Promotionsausschuss gestellt werden. Anders als bei der „klassischen“ Promotion, bei der der Doktortitel nach Veröffentlichung einer einzigen, umfangreicheren Monographie verliehen wird, handelt es sich bei der kumulativen Promotion um eine Bündelung wissenschaftlicher Veröffentlichungen oder von Fachzeitschriften zur Publikation bereits angenommener bzw. eingereichter Manuskripte. Vor allem in Fachbereichen, in denen die Publikation von Aufsätzen eine größere Bedeutung für die wissenschaftliche Karriere hat als die Veröffentlichung eines längeren Werkes, kann die kumulative Promotion Vorteile bieten, z.B. in den Naturwissenschaften oder den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

2 Was ist bei der kumulativen Promotion zu beachten?

Bereits in der Einstiegsphase der Promotion wird geklärt, wie viele Publikationen für die kumulative Promotion nötig sind, ob Koautorenschaften zulässig sind, ob die Fachzeitschriften, in denen die Beiträge erscheinen, bestimmte Kriterien erfüllen müssen und wie die Zusammenfassung der einzelnen Veröffentlichungen bei Einreichung der Dissertation vorzulegen ist. In der Regel muss  eine schlüssige Gesamtkonzeption erkennbar sein und das eingereichte Dokument eine Einleitung sowie eine Diskussion der Ergebnisse der einzelnen Beiträge enthalten. Dies muss in der Zeitplanung der  Forschungsphase bereits einkalkuliert werden. Die nötigen Informationen können beim Dekanat der zuständigen Fakultät erfragt werden.
Bei der kumulativen Promotion kann die Publikation in renommierten Fachzeitschriften für Promovierende zur echten Herausforderung werden. Eine Koautorenschaft mit einer erfahrenen Wissenschaftlerin bzw. einem erfahrenen Wissenschaftler kann hier hilfreich sein. Allerdings gilt es, die Regelungen guter wissenschaftlicher Praxis mit Blick auf Autorschaft zu wahren, die eine bloße Ehrenautorschaft, etwa einer Laborleiterin oder eines Laborleiters, ausschließen. Eine Zusammenarbeit mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ist aber mit Sicherheit ein großer Gewinn für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler.
Vor allem, wenn die veröffentlichten Ergebnisse in die Dissertation einfließen sollen, gilt es bei einer Koautorenschaft einiges zu beachten. Eine Dissertation muss einen eigenständigen Beitrag zur Forschung darstellen. Der eigene Beitrag muss bei Koautorenschaften, die in die Dissertation einfließen, deshalb nachvollziehbar sein. Mit der Einreichung der Dissertation verlangen einige Fakultäten aus diesem Grund eine Erklärung über die Eigenleistung. Beiträge von Koautorinnen und Koautoren sind in jedem Fall als direkte oder indirekte Zitate kenntlich zu machen. Um Befangenheiten vorzubeugen, haben einige Fakultäten festgelegt, dass bei Koautorenschaften mit Betreuerinnen oder Betreuern, die in die Arbeit einfließen, maximal einer von zwei Betreuerinnen/Betreuern gleichzeitig Koautorin/Koautor und Gutachterin/Gutachter der Arbeit sein darf. Sollten beide Betreuerinnen/Betreuer Koautorinnen/Koautoren sein, ist eine externe Gutachterin bzw. ein externer Gutachter hinzuzuziehen. Um hier Überraschungen zu vermeiden, sollte frühzeitig die Promotionsordnung konsultiert werden.  
Auch der Faktor Zeit ist bei der kumulativen Promotion anders zu bewerten als bei einer Promotion, die in eine Monographie mündet. Statt ein einziges großes, gilt es hier, mehrere kleine Projekte zu planen und umzusetzen, die aber alle einen deutlichen Bezug zueinander haben. Bei der Erstellung eines Zeitplans muss auch berücksichtigt werden, dass peer-review Verfahren, die bei renommierten Zeitschriften die Voraussetzung zur Publikation sind, oft viel Zeit in Anspruch nehmen und so zwischen Einreichung eines Manuskriptes und Annahme des (meistens) überarbeiteten Artikels mehrere Monate vergehen können. Hier sind die Regelungen der jeweiligen Fakultät zu beachten. Reicht für die Verleihung des Doktorgrades die Annahme der Publikation oder muss diese bereits erschienen sein?

最終編集: 03. Nov 2017, 15:02, [bross]


検索 (ブロック)

Wiki機能 (ブロック)

Info

最近の更新